Burn Book: A Tech Love Story - Kara Swisher

Kara Swisher kenne ich vor allem durch ihren Podcast „Pivot“, den sie gemeinsam mit Scott Galloway moderiert. Die beiden analysieren das Geschehen in der Technologiebranche mit einer Mischung aus Scharfsinn, Humor und bemerkenswerter Boshaftigkeit. Kein belangloses Geplauder, sondern kluge Analysen, bei denen auch die mächtigsten Köpfe des Silicon Valley ordentlich ihr Fett wegbekommen. Als ich von Swishers Buch erfuhr, war meine Neugier entsprechend groß.

Und ich wurde nicht enttäuscht.

Swisher gehört seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Technologiejournalisten Amerikas. Sie hat den Aufstieg des Silicon Valley aus nächster Nähe begleitet, kennt viele seiner Protagonisten persönlich und hat sich nie sonderlich darum geschert, ob ihre Fragen bei Steve Jobs, Mark Zuckerberg oder Elon Musk gut ankommen.

In „Burn Book“ erzählt sie die Geschichte der Technologiebranche aus ihrer persönlichen Perspektive. Von den euphorischen Anfängen des Internets bis zu einer Gegenwart, in der einige wenige Tech-Milliardäre gewaltigen Einfluss auf Wirtschaft, Politik und Gesellschaft ausüben.

Besonders unterhaltsam sind ihre Begegnungen mit den großen Namen der Branche. Swisher bewundert deren unternehmerische Leistungen durchaus, hat aber wenig Geduld mit übersteigerten Egos, Selbstüberschätzung und der Behauptung, es gehe ihnen ausschließlich darum, die Welt zu verbessern.

Sie schreibt genauso, wie sie spricht: direkt, scharfzüngig, gelegentlich ziemlich böse und oft zum Schreien komisch.

Wer sich für die Menschen hinter den großen Technologieunternehmen interessiert und verstehen möchte, wie aus einer Branche voller Idealisten ein Machtzentrum geworden ist, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen.

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