Die with zero - Bill Perkins

Kaum ein Buch hat mich in letzter Zeit so zum Nachdenken gebracht wie „Die With Zero“. Dabei ist die Grundidee von Bill Perkins eigentlich verblüffend einfach: Was nützt es, ein Leben lang Geld anzuhäufen, wenn am Ende die Zeit oder die Gesundheit fehlt, um etwas damit anzufangen?

Wir sind darauf konditioniert, fleißig zu arbeiten, möglichst viel zu sparen und uns auf eine finanziell sorgenfreie Zukunft vorzubereiten. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Aber was, wenn wir darüber vergessen, das Leben zu genießen?

Perkins stellt eine unbequeme Frage: Warum verschieben wir so viele Dinge, die wir unbedingt erleben möchten, auf später? Auf die Rente, auf bessere Zeiten, auf irgendwann. Dabei gibt es Erlebnisse, für die wir nicht nur Geld brauchen, sondern auch Zeit und Gesundheit. Und gerade Letztere werden mit zunehmendem Alter nicht unbedingt mehr.

Besonders interessant fand ich seinen Gedanken, dass wir unser Leben nicht danach ausrichten sollten, möglichst viel Vermögen anzusammeln, sondern möglichst viele wertvolle Erfahrungen zu machen. Reisen, Abenteuer, gemeinsame Zeit mit Menschen, die uns wichtig sind. Erinnerungen, von denen wir oft noch Jahrzehnte später zehren.

Natürlich braucht es finanzielle Sicherheit. Und nicht jeder kann es sich leisten, großzügig Geld für Erlebnisse auszugeben. Aber Perkins plädiert auch nicht für hemmungslosen Konsum. Vielmehr fordert er dazu auf, bewusster darüber nachzudenken, wofür wir unsere begrenzte Lebenszeit eigentlich einsetzen.

Ein Buch, das bei mir tatsächlich etwas bewegt hat. Vor allem die Erkenntnis, dass es nicht nur darauf ankommt, was wir im Leben erleben wollen, sondern auch, wann wir es erleben wollen.

Zurück
Zurück

Abschied von Amerika – Marc Pitzke

Weiter
Weiter

Burn Book: A Tech Love Story - Kara Swisher